Elbphilharmonie - Programm | 7 Tipps zur Konzertauswahl

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Am 12. Juni 2017 startet der große Vorverkauf der Einzeltickets für die Konzertsaison 2017/18 in der Elbphilharmonie. Nachdem schon die Nachfrage nach den Abonnements enorm hoch war - einige sind bereits ausgebucht, für andere werden die Zusagen ausgelost - erwarte ich auch einen "run" auf die Einzeltickets. Obwohl die Elbphilharmonie für das Programm der ersten kompletten Konzertsaison rund 850.000 Tickets verkauft, ist die Neugier auf die Elbphilharmonie ungebrochen groß. In meinen Blogbeiträgen gebe ich Ihnen umfassende Vorabinformationen für Ihren Besuch in der Elbphilharmonie:

In diesem Beitrag habe ich Ihnen aus dem Elbphilharmonie - Programm

  • meine persönlichen Konzerttipps für Sie in der Konzertsaison 2017/18 zusammengestellt,
  • die Preisgestaltung in der Elbphilharmonie mit anderen namhaften Konzerthäusern verglichen und
  • gebe Ihnen 7 wertvolle Tipps, die Ihnen bei der Auswahl Ihrer Konzerte helfen können.

Dann hoffen wir mal, dass die Server der Elbphilharmonie am 12. Juni 2017 dem Ansturm Stand halten.

elbphilharmonie - Programm | persönliche konzerttipps für sie

Die Elbphilharmonie steht vor der Herausforderung, das riesige und teure Konzerthaus permanent gut auszulasten, ohne dass mit dem NDR Elbphilharmonie-Orchester schon ein international renommiertes Spitzenensemble als Magnet wirken kann. Dafür läßt man sich mit Klassik kompakt, Programmen für Einsteiger, Fortgeschrittene, Abenteurer, Entdecker uvm. eine Menge einfallen, um - überall dringend benötigte - neue Konzertgänger zu gewinnen. Das ist sehr löblich!

Datum Programm (u.a.) Künstler (u.a.) Empfehlung

Start

Vorverkauf

FR 06.10.2017

SA 07.10.2017

SO 08.10.2017

Wolfgang Amadeus Mozart

Requiem

NDR Elbphilharmonie-Orchester

Balthasar-Neumann-Chor

Wiebke Lehmkuhl

Eines der schönsten Chorwerke in der Kirchenmusik in einer spannenden Verbindung mit Lutoslawski. Das verspricht ein interessantes Konzert.

12.06.2017

10 Uhr

DI 10.10.2017

Schönberg, Bartók, Strawinsky, Eötvös

Royal Concertgebouw Orchestra, Amsterdam

Peter Eötvös

Iveta Apkalna (Orgel)

Ein so nur selten gespieltes, ambitioniertes und modernes Programm. Der Komponist selbst am Pult. Unbedingt anhören!

12.06.2017

18 Uhr

MO 23.10.2017

Dowland, Purcell, Haydn, Britten u.a.

(Kleiner Saal)

Andreas Scholl (Countertenor)

Tamar Halperin (Klavier)

Zugegeben - da muß ich mich noch mehr hineinhören. Meine Frau liebt den Gesang von Scholl. Wie wohl der Kleine Saal klingt?

12.06.2017

18 Uhr

DI 30.01.2018

 

Schostakowitsch

Klaviertrio Nr. 2

Tschaikowsky

Klaviertrio a-Moll

 

Martha Argerich (Klavier)

Mischa Maisky (Violoncello)

Janine Jansen (Violine)

Die "Grand Dame" am Klavier spielt in diesem exquisiten Trio Musik der wichtigsten russischen Komponisten. "Der Lärm der Zeit" von Julian Barnes stimmt Sie auf Schostakowitsch ein.

12.06.2018

10 Uhr

SA 24.03.2018

Johannes Brahms

Konzert für Violine, Violoncello u. Orchester

Peter Tschaikowsky

"Manfred"-Symphonie

Bayer. Staatsorchester

Kirill Petrenko (Dirigent)

Julia Fischer (Violine)

Daniel Müller-Schott

(Violoncello)

Petrenko gilt als "Vielarbeiter" mit allerhöchsten Ansprüchen an seine Musiker. Er hat den Gipfel erklommen und übernimmt ab 2019 die Berliner Philharmoniker.

12.06.2018

18 Uhr

Elphilharmonie - Programm | was kosten die tickets?

Die Preisgestaltung für die Tickets bewegt sich im Rahmen vergleichbarer Konzerthäuser, wobei ein gewisser "Aufschlag" für das Konzerthaus Elbphilharmonie eingepreist wird. Ein paar Beispiele für Sie:

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass sich die Elbphilharmonie noch ein internationales Renomée bei den Gastorchestern und Solokünstlern erarbeiten muß. Die Agenten scheinen zu wissen: Noch benötigt die Elbphilharmonie die Stars mehr, als die Stars einen Auftritt in der Elbphilharmonie benötigen.

elbphilharmonie - programm: das passende konzert buchen

Während der erfahrene Konzertgänger über diese Hinweise vermutlich locker hinwegliest, sind sie für andere Musikinteressierte angesichts des voluminösen Programms für die Konzertsaison 2017/18 in der Elbphilharmonie vielleicht an der einen oder anderen Stelle nützlich:

  • Nur Mut bei der Konzertauswahl: Es gibt soviel mehr Schönes und Spannendes als die immer gleichen "Gassenhauer" - wobei natürlich Mozart, Beethoven & Co. mit Recht seit über 200 (!) Jahren populär sind. Schauen Sie mal in die Nischen und auch ins moderne Repertoire. Vor kurzem hörte ich im großen Sendesaal des NDR in Hannover (guter Konzertsaal) Igor Levit am Klavier mit Rzewski´s "The People United will never be defeated" - der Titel klingt sperrig, aber was für ein Rhythmus! Apropos Rhythmus, der Schlagwerker Martin Grubinger performt spektakuläre Konzerte und moderiert im Wechsel mit der Cellistin Sol Gabetta mit "Klick-Klack" eine erfrischende Musiksendung im Bayerischen Fernsehen (auch in der Mediathek). Viele Streaming-Dienste und Videoplattformen ermöglichen auch für klassische Musik ein Reinhören.
  • Endlich ist der Vorverkauf im Internet freigeschaltet und dann können Sie es in der Eile bei der Ticketauswahl schon einmal übersehen: Längst nicht alle Konzerte finden in der Elbphilharmonie statt; wer also ein Konzert mit dem Besuch des Großen Saales verbinden möchte, sollte hierauf achten.
    Bei der Sitzauswahl sollte Ihnen - im Gegensatz zu mir! - kein Fehler unterlaufen. Eine ausführliche Beschreibung der unterschiedlichen Sitzplatzqualitäten zeigt Ihnen, auf welchen Plätzen Sie in der Elbphilharmonie am besten hören und welche Plätze Sie unbedingt meiden sollten.
  • Achten Sie bei den internationalen Gastorchestern darauf, ob das angebotene Konzert fester Bestandteil des Tournee-Programmes ist. Falls nicht, könnte die Konzertqualität leiden, da unterwegs oftmals nur wenig Probenzeit zur Verfügung steht.
  • Weiterhin lohnt ein Blick auf den Dirigenten bei den Gastorchestern. Einige Weltklasse-Klangkörper rufen nur unter dem "richtigen" Maestro ihre Bestleistung ab. So flüsterten Wiener Abonnenten im Musikverein, dass die Wiener Philharmoniker "ihren" Zubin Mehta lieben. Die grandios gespielte "Auferstehungssymphonie" von Gustav Mahler bestätigte diese Einschätzung vollends, während mich die Wiener Philharmoniker mit der "Titan"-Symphonie von Mahler in der Elbphilharmonie nicht in gleicher Weise begeisterten.
    Auch der Sächsischen Staatskapelle Dresden sagt man nach, dass sie erst mit Christian Thielemann am Pult "auf Weltniveau" aufspielt.
  • Ganz besonders sollten Sie die lokalen Hamburger Orchester für Elbphilharmonie - Tickets in Betracht ziehen. Derzeit bekommt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg mit Kent Nagano allerbeste Kritiken, das Residenzorchester NDR - Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock hat die meiste Probenzeit in der "Elphi" und dürfte mit der nicht einfachen Akustik im Großen Saal am besten vertraut sein und auch die Hamburger Symphoniker sollten nicht außer Acht gelassen werden.
  • Zudem beobachte ich oft, dass das Publikum bei den Konzertreihen und Abonnentenkonzerten fachkundiger ist und die "Kleiderordnung" legerer handhabt als das gelegentlich Event-orientierte Publikum bei den Gastauftritten der Superstars.
  • Machen Sie sich rechtzeitig vertraut mit den zahlreichen Ermäßigungen auf Karten - insbesondere für junge Leute gibt es große Rabatte! Da gibt es mehr Möglichkeiten, als man zunächst glauben mag.
    Registrieren Sie sich am besten vor dem Vorverkaufsstart auf der Webseite der Elbphilharmonie und ggf. auch für das Philharmonische Staatsorchester sowie Eventim, da man auch auf deren Webseiten im Buchungsverfahren weitergeleitet wird. Mit Öffnung des Buchungsportals steht zumeist nur wenig Zeit zur Verfügung, um die gewünschten Tickets zu ordern.

Wo wollen Sie sitzen und wo hört man wirklich gut? Schauen Sie mal in diese beiden Berichte hinein.


Dieser Bericht entstand nach zwei Konzertbesuchen im Januar / Februar 2017:

  • Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Semyon Bychkov und Johan Reuter, Bassbariton, mit "Vier Präludien und Ernste Gesänge" von Johannes Brahms, die von Detlev Glanert in eine Orchesterversion transformiert wurden und Symphonie Nr. 1 ("Titan") von Gustav Mahler
  • 6. Philharmonisches Konzert mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano und Christian Schmitt (Orgel) mit Johann Sebastian Bach "Fantasie und Fuge g-Moll BMV 542" und Olivier Messiaen "Offrande et Alléuia final aus "Livre du Saint Sacrement""

 

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