Elbphilharmonie | Wie gut ist die Akustik wirklich?

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Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik

Wir Deutschen lieben es gerecht und gleich. „Wo Sie auch sitzen, alle hören gleich gut“, bekräftigt während der Führung die Mitarbeiterin der Elbphilharmonie  noch einmal eine der Kernbotschaften des Marketings. Nachdem man Steuermittel in der unfassbaren Höhe von 789 Mio Euro in das neue Konzerthaus investiert hat, ist die Erzählung vom „gleich“ für die gesell-schaftliche Akzeptanz der Elbphilharmonie zwingend.

 

Kann der Große Saal mit seinem Stadioncharakter aber tatsächlich „optimalen Hörgenuss auf jedem einzelnen Platz“ bieten?

 

Wir Menschen lieben Legenden wie das „Wunder von Bern“, den „Mythos Ferrari“ oder die „Traumhochzeit im Königshaus“, weil diese Geschichten so schön gefühlig sind und vom perfekten Gelingen erzählen. Tief im Innern ahnen wir natürlich, dass die Dinge in Wirklichkeit komplizierter sind. Und so ist es auch mit der Elbphilharmonie. Sie ist ein architektonisch einzigartiges und akustisch außergewöhnliches Konzerthaus mit einigen Problemzonen beim Raumklang.

Wollen Sie mehr über die Akustik der "Elphi" erfahren? - dann auf dieser Seite einfach weiterlesen.


Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik

Ich meine, die „Macken" der Elbphilharmonie sollten Sie kennen, bevor Sie im Juni 2017 versuchen werden, die sicherlich heiß begehrten Tickets für die Saison 2017/18 zu ergattern (das Konzertprogramm für die nächste Saison wird am 25. April 2017 veröffentlicht; hier schon mal 7 Tipps zur Konzertauswahl). Ich werde über den Vorverkaufsstart berichten und empfehle Ihnen, den Newsletter der Elbphilharmonie zu abonnieren.

Denn ein Konzertbesuch in der Elbphilharmonie lohnt allemal. Viele Menschen, jüngere Konzertgänger und alle Musikinteressierten sollten sich unbedingt ihr eigenes Urteil bilden.

„Ich bin mehr denn je von Herrn Toyota überzeugt und glaube, daß er einen wirklich fantastischen Saal gebaut hat, der anders ist als alle anderen Säle. Die Akustik ist nicht ganz einfach, aber die Elbphilharmonie ist ein Wunderwerk“ sagt Thomas Hengelbrock, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, im Interview mit der musikalischen Fachzeitschrift Fono Forum (03/17).

Elbphilharmonie - hörtest

Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik

Wer Musik zumeist nur im komprimierten MP3-Format hört, dem werden in der Elbphilharmonie die Ohren ordentlich durchgepustet. Denn der Akustiker Yasuhisa Toyota läßt uns die Musik wie unter einem Mikroskop wahrnehmen. Die Instrumente klingen überdeutlich, manchmal überlebensgroß und sind trennscharf einzeln heraushörbar. So isoliert habe ich die Holzbläser noch nie in einer Mahler-Sinfonie gehört. Aber das klingt für mich nicht rund.

„Musik besteht nicht nur aus einzelnen Tönen. Jeder Ton ist in der Elbphilharmonie für sich allein unterwegs, direkt und linear. Nichts mischt sich“, beschreibt die renommierte Musikkritikerin der FAZ, Eleonore Büning, diesen Klang.

 


 

„Alles einheitslaut, breiig. Jedenfalls hinter den Hörnern. Man hört keinen Raum mehr. Nur ein am Anschlag lärmendes Orchester auf einem zu klein anmutenden Podium“, leidet Manuel Brug (Journalist in der Welt) im Eröffnungskonzert im Bereich I.

Mahler erschafft in seinen Sinfonien eine eigene Welt, doch in der Elbphilharmonie verschmelzen die Töne nicht zu einem großen, emotionalen Ganzen. Sobald dann die für Mahler so charakteristischen Blechbläser die Führung übernehmen, wird es auch mal richtig laut – und in diesen Tutti schmerzt es geradezu in meinen Ohren in Block G. Auf die richtige Sitzplatzwahl kommt es daher ganz entscheidend an.

Der Klang erhebt sich nicht über das Podium – wie das so wunderbar in der Berliner Philharmonie geschieht - und breitet sich nicht im trichterförmigen Saal aus.

Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik, Weiße Haut, Lampen
Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik, Weiße Haut

Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik, Sitzplan

Die kritischen Rezensionen zum Klang in der Elbphilharmonie betreffen in besonderer Weise die Plätze hinter und neben dem Podium. Auf diesen Plätzen kann der Liedvortrag eines Sängers eine regelrechte Zumutung werden. Wenn Johan Reuter „Vier Präludien und Ernste Gesänge“ von Johannes Brahms – logischerweise – mit dem Rücken zu hunderten Plätzen anstimmt, hört es sich auf meinem Platz im Bereich G an, als ob ich ihm hinter einer Wand zuhören würde. Natürlich strahlen Stimme und Instrumente nach vorne ab und diese physikalische Wahrheit scheint nur bedingt korrigierbar für die Plätze hinter dem Podium. Dieses Hörerlebnis rechtfertigt m.E. den verlangten Ticketpreis auf diesen Plätzen in keiner Weise.

Wo Sie in der Elbphilharmonie am besten hören und welche Plätze Sie unbedingt meiden sollten beschreibe ich in meinem Beitrag "Elbphilharmonie | Richtige Sitzplätze auswählen".


Auch gleich nebenan im Bereich F (ja, ja, ich höre Sie schon sagen: über Klang und Tickets schreiben und dann zwei Mal hinter dem Orchester sitzen – stimmt, aber dafür halte ich Ihnen die besten Plätze im übertragenen Sinne frei) sitzt mir die Orgelmusik von Christian Schmitt regelrecht im Nacken. Dem Orgelspieler mitten auf dem Podium in der Elbphilharmonie zusehen zu können, ermöglicht durch die wohl drahtlose Übertragung an das Orgelwerk,  ist ein schönes Erlebnis.

Solange die Luft nur sanft durch wenige Orgelpfeifen strömt, klingt es warm und klar. Aber spätestens bei Olivier Messiaen´s kraftvollen „Livre du Saint Sacrement“ wünscht man sich einen entfernteren Platz. Während der Besichtigung der Elbphilharmonie konnten wir kurz aus dem Bereich S bei der Orgelprobe zuhören, aber auch hier war der Klang sehr direkt und fokussiert und der Raum füllte sich nicht mit Musik im zugegeben leeren Großen Saal der Elbphilharmonie.


Plötzlich horche ich regelrecht auf, als der Klarinettist sein Blatt vor dem Mundstück auswechselt und darauf pustet. Man hört alles überdeutlich und wehe, ein Konzertprogramm fällt krachend zu Boden.

Elbphilharmonie

Musikalisch war die 8. Symphonie von Anton Bruckner gespielt vom Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano mein bisheriges Highlight. Hoch engagiert, präzise und mit großer Spielfreude vorgetragen wirkt diese kirchlich-religiöse Symphonie auf eine tiefe Weise beruhigend.

Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik, Kent Nagano, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Elbphilharmonie | wie gut ist die akustik wirklich? - mein fazit

Es gibt Fachleute, die unterscheiden Konzertbesucher in „Analytiker“ und „Schwelger“. Die „Schwelger“ wollen sich in den traditionellen „Schuhschachtel“-Konzertsälen wie in Luzern und Wien am Raumklang berauschen – zu denen gehöre dann wohl ich – während die „Analytiker“ in den „Weinbergen“ jeden einzelnen Ton als Kunstwerk erleben und sich als Musiker auf dem Podium besonders gut hören können. In der Berliner Philharmonie gelingt jedoch die Symbiose – ein „Weinberg“, der Raum hat und die Musik freilässt.

Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik, Reflektor

Warum immer der Vergleich mit der Berliner Philharmonie? Schon vor der Eröffnung wurde der Große Saal der Elbphilharmonie zu „einem der zehn besten Konzertsäle der Welt“ hoch geschrieben. Mittlerweile wird man etwas demütiger und Dr. Dieter Rexroth weist zu Beginn seiner Einführung zum 6. Philharmonischen Konzert darauf hin, dass sich auch ein Konzertsaal erst entwickeln muss.

 

„Vielleicht hatte es vorher ein bißchen viel Selbstbeweihräucherung gegeben“,

 

sagt auch der Chefdirigent in der Elbphilharmonie, Thomas Hengelbrock, im Interview mit der Musikzeitschrift Fono Forum (03/17) und ergänzt:

 

„Ein Saal verändert sich, ohne dass man an den baulichen Gegebenheiten etwas ändert. Das Material ändert sich, das Holz arbeitet, und sowohl die Musiker als auch das Publikum gewöhnen sich an einen Saal.“

 


Das mag – hoffentlich! - alles so eintreten, doch „wo Sie auch sitzen, alle hören gleich gut“ und „optimaler Hörgenuss auf jedem einzelnen Platz“ bleiben eine Legende. Wie in jedem Konzerthaus bieten die einzelnen Sitzplätze im Großen Saal der Elbphilharmonie einen ganz unterschiedlichen Hörgenuß. Jetzt geht es darum, dass dieses ikonographische Bauwerk dauerhaft mit Konzerten erster Güte bespielt wird. Die Architektur darf nicht wichtiger werden als die Bestimmung des Gebäudes. Dabei kann auch das Publikum mithelfen, indem es ambitionierte Konzertprogramme fordert und - bitte, bitte - die "Tritsch-Tratsch"-Polka als Zugabe der Wiener Philharmoniker nach einer Mahler-Symphonie nicht ekstatisch bejubelt.

Wo Sie in der Elbphilharmonie am besten hören und welche Plätze Sie unbedingt meiden sollten beschreibe ich in meinem Beitrag "Elbphilharmonie | Richtige Sitzplätze auswählen".


Dieser Bericht entstand nach zwei Konzertbesuchen im Januar / Februar 2017:

  • Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Semyon Bychkov und Johan Reuter, Bassbariton, mit "Vier Präludien und Ernste Gesänge" von Johannes Brahms, die von Detlev Glanert in eine Orchesterversion transformiert wurden und Symphonie Nr. 1 ("Titan") von Gustav Mahler
  • 6. Philharmonisches Konzert mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano und Christian Schmitt (Orgel) mit Johann Sebastian Bach "Fantasie und Fuge g-Moll BMV 542" und Olivier Messiaen "Offrande et Alléuia final aus "Livre du Saint Sacrement""

Elbphilharmonie - Führungen | Bilder aus dem Konzerthaus

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Elbphilharmonie, Führungen, Hamburg
Querschnittsgrafik Elbphilharmonie (beschriftet) © Herzog & de Meuron / bloomimages

Die Elbphilharmonie - Führungen sind der Renner: Das Konzerthaus ist der Star

 

und alle wollen sehen, wie denn nun das neue Wahrzeichen von Hamburg von innen aussieht. Die Elbphilharmonie - Führungen sind aktuell bis Juni 2017 ausgebucht, in der Sommerpause im Juli gibt es keine Konzerthausführungen, so dass erst wieder ab August eine Chance auf Elbphilharmonie - Führungen besteht (ich werde über den Vorverkaufsstart berichten). Ich empfehle den Newsletter der Elbphilharmonie zu abonnieren, um über alle Termine zu Führungen und Tickets auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Wollen Sie erst in Ruhe die "Elphi" weiter besichtigen ? - dann einfach weiterlesen.


Ich hatte mich pünktlich (wichtig!) zum angekündigten Vorverkaufsstart für Elbphilharmonie – Führungen im Internet eingeloggt und eine Tour für Februar gebucht. Treffpunkt für die Gruppenführungen ist das neue Besucherzentrum gleich gegen- über der Elbphilharmonie. Ich betrete einen schlichten Kassenraum, dessen Wände mit Flyern und Souveniers bestückt sind und nicht zum Verweilen einlädt.

Wer erwartet, sich im Besucherzentrum vertiefend mit der spannenden Entstehungsgeschichte der Elbphil-harmonie, der Architektur oder gar der Musik als Hauptthema eines Konzerthauses beschäftigen zu können, ist hier fehl am Platze (um es vorwegzunehmen: dafür gibt es auch keinen anderen Platz in der Elbphilharmonie, dafür aber unten einen Buchtipp für Sie).

Elbphilharmonie, Besucherzentrum, Führungen, Hamburg

Eine Dame vom 7-köpfigen Team der Hausführungen empfängt uns und frischt zunächst einmal die gute alte Tradition des parlamentarischen „Hammelsprunges“ wieder auf. Auf keinen Fall dürfen mehr als 30 Personen der Gruppe angehören und so wird gleich einmal durchgezählt, ob noch Platz für einen spontanen Gast ist. Leider nein, und daran scheitert auch der Portier vom „The Westin“ wenig später, der noch zwei Hausgäste einschleusen möchte – selbst für Gäste des Luxushotels geht offenbar nichts mehr.

Elbphilharmonie, Tube, Führungen, Hamburg

 

Wir passieren auch die nächste Kontrolle erfolgreich an der Vereinzelungsanlage am Eingang zur Elbphilharmonie und fahren mit der Tube („längste Rolltreppe Westeu- ropas“) durch den alten Kaispeicher A nach oben. Auf der Plaza erhalten wir ein paar Informationen zum Gebäude („Plaza ist größer als der Hamburger Rathausmarkt“) und steigen nach einer weiteren Ticketkontrolle die hellen Holzstufen zum Kleinen Saal empor.

 


Elbphilharmonie, Kleiner Saal, Führungen, Hamburg
Elbphilharmonie, Kleiner Saal, Führungen, Hamburg

 

 

Wir haben Glück, denn „normalerweise“ gehört die Besichtigung des Kleinen Saales gar nicht zum Rundgang, aber die Bühnenarbeiter machen gerade eine Pause und so können wir uns kurz in dem holzvertäfelten Saal umsehen. Bis zu 550 Personen kann dieser nach dem „Schuhschachtelprinzip“ gebaute Veranstaltungssaal aufnehmen, dessen Tribünen flexibel an die Nutzung anpassbar sind

und auch eine komplett ebenerdige Fläche ermöglichen

 

„wenn Sie mal eine größere Familienfeier planen“.

 

Das bringt mich im nachhinein auf die größenwahnsinnige Idee, hier doch mal meine Antarktis-Multivisionsshow vorzuführen – eine 9 x 4,8 m Leinwand (richtig groß!) kann mit einem 18.000 ANSI Lumen-Beamer (richtig hell!) bespielt werden - für eine Grundmiete ab 1.600 Euro – nun ja, Träumen ist erlaubt :)


Weiter geht es hinüber in das Treppenhaus und die Foyers zum Großen Saal. Wir passieren die längste „Bar Hamburgs“ (Greve-Foyer), an der es sonntags nach dem Philharmonischen Konzert leider keinen Kaffee zur Nachbetrachtung gibt. Tja, und wenn wir Glück haben, können wir dem Organisten kurz bei der Probe zuhören, „oder auch nicht“.

 

Elbphilharmonie, Michel, Führungen, Hamburg

Die Elbphilharmonie - Führungen sind generell abhängig vom Probenplan und daher nicht so ohne weiteres an die große Nachfrage anzupassen. Wir erhaschen den einen oder anderen Blick auf die imposante Hamburger (Kirchen-)Skyline und betreten dann endlich den großen Saal fast am höchsten Punkt im Bereich S.


Elbphilharmonie, Großer Saal, Führungen, Hamburg

Von hier oben im Großen Saal blickt man aus rund 30 Metern Entfernung auf das Spielfeld, pardon Podium, wie aus dem Oberrang eines Stadions. Bei diesem atemberaubenden Blick in die Tiefe verwundert es nicht, dass die Elbphilharmonie von den Schweizern Herzog und de Meuron entworfen wurde. Das Architekturbüro plante die Münchner Allianz-Arena und das Olympiastadion („Vogelnest“) in Peking und wurde 1995 durch den Zuschlag für die „Tate Modern“ in London weltbekannt (die Baseler Architekten haben 2016 auch den Wettbewerb für den wichtigsten Kulturneubau in Deutschland, das Kulturforum in Berlin mit dem Museum der Moderne, gewonnen). Auch der Große Saal in der Elbphilharmonie soll den Zuschauer nahe an das Geschehen heranbringen. Wie in einem Stadion ist das Konzertpodium weit in die Mitte gerückt und wird von den steil aufragenden Tribünen umfasst. Aufgrund der begrenzten Grundfläche auf dem Kaispeicher A und den Raumanforderungen für das Hotel und die Appartements ist der Durchmesser des Großen Saales mit 30 - 50 m eher klein – dafür ragt der Innenraum 25 m in die Höhe.

Wir hören der Probe vielleicht fünf Minuten zu und damit ist dann leider auch schon unser Einblick in den Großen Saal beendet. Auf den angebotenen Konzerthausführungen wird der Vorhang nur einmal ganz kurz gelüftet und man kann den Saal nicht mit etwas Ruhe aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

Somit können wir auch nicht durch den „Weinberg“ spazieren - man nennt den Großen Saal hier lieber „Weinberg“ als „Konzertstadion“ -, denn das schöne an diesem Saal ist, dass man von ganz oben nach ganz unten über die Seitenwege hinabgehen kann und – jetzt wird es lyrisch - sich dem dahinströmenden Fluß, hier natürlich dem Konzertpodium, am Fuße des Weinbergs nähert.


Wir erhalten anschließend nur ein paar knappe Infos zum Saal („2.100 Sitzplätze“,

„wo sie auch sitzen, alle hören gleich gut“).

Ob das mit dem „gleich gut hören“ so stimmt, erörtere ich ausführlich in

meinem Erfahrungsbericht „Elbphilharmonie | Wie gut ist die Akustik wirklich?“.


Vertiefende Fragen können von der Führerin leider nicht so leicht beantwortet werden („wie ist der Spieltisch auf der Bühne mit der Orgel verbunden?“), aber die Besucher bewegt nach dem anstrengenden Aufstieg über die zahlreichen Treppen auch mehr die Frage, ob denn auch genügend Fahrstühle zur Verfügung stehen.

Elbphilharmonie, Großer Saal, Führungen, Hamburg

Dann folgt von unserer Begleitung noch ein wichtiger Hinweis:

„Man muss sich im Großen Saal und im Gebäude wie im Wald bewegen und stets einen Blick auf das Wurzelwerk haben“.

Tatsächlich sind die oft schräg verlaufenden Treppen und insbesondere die Aussparungen beim Übergang der Treppen in die Sitzreihen nicht ungefährlich. Viele ältere Gäste (ja nicht so selten in einem Konzerthaus) hadern mit den steilen Zugängen, teilweise ohne Geländer, zu den Sitzreihen.


 Wir fahren mit dem Fahrstuhl zurück auf die Plaza und werden nach einer Stunde verabschiedet.

Elbphilharmonie - führungen: pro und contra

PRO

Elbphilharmonie - Führungen lohnen für alle Interessierten an der Elbphilharmonie, die kein Konzert besuchen wollen oder ganz einfach (noch) keine Karten ergattern konnten. Eine Führung stillt ein wenig die erste Neugier und bietet Ihnen die Chance, den Großen Saal und die Foyers unbevölkert auf sich wirken zu lassen. Zudem ist der Zugang zur Plaza – ab Freitag nachmittag und am Wochenende muss man mit Wartezeiten rechnen, sofern man keine kostenpflichtigen, zeitgebundenen Zugangskarten im Internet vorab gekauft hat – gleich eingeschlossen.

Elbphilharmonie, Großer Saal, Führungen, Hamburg

CONTRA

Ich emfand die Führung – auch im Vergleich zu den Angeboten in anderen Konzert- und Opernhäusern - sehr enttäuschend: Der Informationsgehalt ist sehr gering und geht kaum über die schmalen Imagebroschüren hinaus, da bietet die Internetseite der Elbphilharmonie zum Glück schon etwas mehr. Beispielsweise erfährt man so gut wie nichts über die wechselhafte Baugeschichte des 865 Mio Euro teuren Projektes oder die akustischen Besonderheiten des „Weinberg-Prinzips“. Auch über das künstlerische Konzept des Konzerthauses (zum Beispiel mit dem ambitionierten Kinder- und Jugendprogramm) erfährt man fast nichts (außer, daß „alle Kinder aus Hamburg einmal in der „Elphi“ gewesen sein sollen“). Zudem kein Blick hinter die Kulissen, in das Kaistudio oder auf die große Musikinstrumentensammlung. Klar, nicht alles ist in einer Führung darstellbar, aber etwas mehr Substanz, Tiefe und Inhalt sind unbedingt wünschenswert. Die Führung wirkte auf mich eher leidenschaftslos – mal eben schnell die Besucher durchschleusen. Dafür lohnt es nicht, pünktlich den Vorverkaufstermin für die Elbphilharmonie - Führungen abzupassen und den Besuch monatelang im voraus genau zu planen.


mein persönlicher tipp für sie: konzert statt führung

Sparen Sie lieber die beachtlichen 13 Euro für ein Ticket zur Elbphilharmonie - Führung und investieren Sie das Geld besser in ein Konzertticket. Nutzen Sie meine "7 Tipps zur Konzertauswahl", um sich "Ihr" Konzert auszuwählen. Zum Beispiel für das hervorragende Philharmonische Orchester unter der Leitung von Kent Nagano oder das NDR-Elbphilharmonie Orchester mit Thomas Hengelbrock, für die es ab Juni 2017 wieder Tickets zu sehr annehmbaren Preisen geben wird.

Wo Sie in der Elbphilharmonie am besten hören und welche Plätze Sie unbedingt meiden sollten beschreibe ich in meinem Beitrag "Elbphilharmonie | Richtige Sitzplätze auswählen"


Seien Sie zwei Stunden vor Konzertbeginn im Haus, wandern Sie durch den Konzertsaal von oben den Weinberg hinab, bewundern Sie die Architektur und stimmen sich mit der kostenlosen Konzerteinführung bei freier Platzwahl im Großen Saal ein (meist eine Stunde vor Konzertbeginn; bitte genau im Programm nachschauen!).

Wichtig! Nach der Unruhe durch nur an der Besichtigung interessierte Besucher werden Sie jetzt nur noch bis höchstens fünf Minuten nach Beginn der Konzerteinführung eingelassen – was sehr nachvollziehbar ist. Anschließend haben Sie noch Zeit genug, um sich weiter im Großen Saal umzuschauen, die Orgel aus der Nähe zu bewundern und dann dem Konzert zu lauschen.


"Die Akustik ist nicht ganz einfach, aber die Elbphilharmonie ist ein Wunderwerk", sagt Thomas Hengelbrock, der Chef des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Sie sollten die Macken der "Elphi" kennen, bevor Sie Ihre Tickets ordern.


Zur Nachbetrachtung Ihres Konzertbesuches bietet sich die „Störtebeker Bar“ in der Elbphilharmonie oder ein Lokal in der Hafencity an. Im Sommer können Sie auf den Stufen am Elbufer das Konzert besonders schön nachklingen lassen.

mein buchtipp für sie

"Elbphilharmonie" von Joachim Mischke (Fotos von Michael Zapf), Edel-Verlag (Euro 29,95)

Der umfangreiche und informative Bildband beginnt mit dem visionären Paar Alexander Gérard und Jana Marko, die die Idee für die Elbphilharmonie hatten (wo sind Sie nur geblieben? - nirgends erwähnt im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten). Die Autoren erzählen über das Desaster während der Bauphase mit den astronomischen Kostensteigerungen. Sie stellen dem Leser das neue Konzerthaus in allen Bereichen detailliert vor und lassen auch die Hamburger Musikgeschichte nicht zu kurz kommen. Ein fundiertes Nachschlagewerk mit vielen schönen Fotos - von der Bauphase bis zur Fertigstellung.

Dieser Bericht entstand nach einem Konzertbesuch (6. Philharmonisches Konzert mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg) und einer Konzerthausführung im Februar 2017.

Elbphilharmonie - Tickets | Richtige Sitzplätze auswählen

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elbphilharmonie - tickets | ihr perfekter sitzplatz

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Elbphilharmonie, Großer Saal, Akustik, Sitzplan
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Bereiche "C" und "D"

Bereich "E"

Bereiche "K", "J", "M" und "N"

Bereiche "S", "L" und "Y"

Bereiche "R", "U", "Z" und "V"

Bereiche "X", "T", "Q", "W", "O", "P", "G", "F" und "I"

(Ich saß im Bereich "G", Reihe 3, Platz 1 und im Bereich "F", Reihe 2, Platz32)

 

- eine schöne Idee sind die breiten Eckbänke für eine Person in den Kurven der Sitzplatzreihen (z.B. in den Bereichen "I" und "F" hinter dem Podium -

Das in den ersten Reihen noch sehr tief gelegene Parkett bietet erstklassige Sicht und Beschallung von vorn. Nach der Erfahrung aus anderen Konzertsälen am besten ab Reihe 7 aufwärts in Betracht ziehen.


Jeweils seitlich oberhalb des Parketts. Noch ohne explizite Erfahrungs-berichte.


Im Eröffnungskonzert wurden nach den Ansprachen die Kanzlerin und Staatsgäste aus der ersten Reihe im Parkett extra in diesen Bereich umgesetzt. Hier hört man nach übereinstimmenden Kritikermeinun- gen am besten.


Die mittleren "Weinberghänge" mit positiven und negativen Kritiken zur Akustik. Auf jeden Fall selbst austesten - hier will ich es beim nächsten Mal probieren.


Die oberen, mittigen "Weinberghänge" sind ein echter Tipp! Thomas Hengelbrock, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, sagt im Interview mit dem Fono Forum (03/17): „Nach oben hin wird der Klang immer irisierender, zauberischer, ganz oben unter dem Dach hören Sie sehr schön.“


Obere, seitliche "Weinberghänge"; dazu liegen mir noch keine Informationen vor.


Ich möchte Ihnen von allen Plätzen hinter dem Podium abraten. Im Bereich "G" sitzt man regelmäßig direkt hinter den lauten Blechbläsern. In den Bereichen "I" und "F" ggf. nur jeweils die Plätze 1 – 10 in den Reihen in Betracht ziehen. Auf den hohen Platznummern im Bereich "I" sitzt man häufig nah hinter den Schlagwerken. Wenn man direkt hinter dem Schlagwerk sitzt „ist so ein Platz (natürlich) nicht ideal um einen Saal zu beurteilen“, sagt Thomas Hengelbrock als Chefdirigent im neuen Konzerthaus.

 


Download
Elbphilharmonie - Saalplan für den Großen Saal
Alle Bereiche mit allen Sitzplätzen.
saalplan_elbphilharmonie_grosser_saal.pd
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Wollen Sie mehr über den Ticketkauf erfahren? - dann einfach weiterlesen. Mehr über die Akustik in der "Elphi" (rechter Button) und die Elbphilharmonie - Führungen (linker Button).


Dieser Bericht entstand nach zwei Konzertbesuchen im Januar / Februar 2017:

  • Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Semyon Bychkov und Johan Reuter, Bassbariton, mit "Vier Präludien und Ernste Gesänge" von Johannes Brahms, die von Detlev Glanert in eine Orchesterversion transformiert wurden und Symphonie Nr. 1 ("Titan") von Gustav Mahler
  • 6. Philharmonisches Konzert mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano und Christian Schmitt (Orgel) mit Johann Sebastian Bach "Fantasie und Fuge g-Moll BMV 542" und Olivier Messiaen "Offrande et Alléuia final aus "Livre du Saint Sacrement""

Elbphilharmonie - Programm | 7 Tipps zur Konzertauswahl

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Am 12. Juni 2017 startet der große Vorverkauf der Einzeltickets für die Konzertsaison 2017/18 in der Elbphilharmonie. Nachdem schon die Nachfrage nach den Abonnements enorm hoch war - einige sind bereits ausgebucht, für andere werden die Zusagen ausgelost - erwarte ich auch einen "run" auf die Einzeltickets. Obwohl die Elbphilharmonie für das Programm der ersten kompletten Konzertsaison rund 850.000 Tickets verkauft, ist die Neugier auf die Elbphilharmonie ungebrochen groß. In meinen Blogbeiträgen gebe ich Ihnen umfassende Vorabinformationen für Ihren Besuch in der Elbphilharmonie:

In diesem Beitrag habe ich Ihnen aus dem Elbphilharmonie - Programm

  • meine persönlichen Konzerttipps für Sie in der Konzertsaison 2017/18 zusammengestellt,
  • die Preisgestaltung in der Elbphilharmonie mit anderen namhaften Konzerthäusern verglichen und
  • gebe Ihnen 7 wertvolle Tipps, die Ihnen bei der Auswahl Ihrer Konzerte helfen können.

Dann hoffen wir mal, dass die Server der Elbphilharmonie am 12. Juni 2017 dem Ansturm Stand halten.

elbphilharmonie - Programm | persönliche konzerttipps für sie

Die Elbphilharmonie steht vor der Herausforderung, das riesige und teure Konzerthaus permanent gut auszulasten, ohne dass mit dem NDR Elbphilharmonie-Orchester schon ein international renommiertes Spitzenensemble als Magnet wirken kann. Dafür läßt man sich mit Klassik kompakt, Programmen für Einsteiger, Fortgeschrittene, Abenteurer, Entdecker uvm. eine Menge einfallen, um - überall dringend benötigte - neue Konzertgänger zu gewinnen. Das ist sehr löblich!

Datum Programm (u.a.) Künstler (u.a.) Empfehlung

Start

Vorverkauf

FR 06.10.2017

SA 07.10.2017

SO 08.10.2017

Wolfgang Amadeus Mozart

Requiem

NDR Elbphilharmonie-Orchester

Balthasar-Neumann-Chor

Wiebke Lehmkuhl

Eines der schönsten Chorwerke in der Kirchenmusik in einer spannenden Verbindung mit Lutoslawski. Das verspricht ein interessantes Konzert.

12.06.2017

10 Uhr

DI 10.10.2017

Schönberg, Bartók, Strawinsky, Eötvös

Royal Concertgebouw Orchestra, Amsterdam

Peter Eötvös

Iveta Apkalna (Orgel)

Ein so nur selten gespieltes, ambitioniertes und modernes Programm. Der Komponist selbst am Pult. Unbedingt anhören!

12.06.2017

18 Uhr

MO 23.10.2017

Dowland, Purcell, Haydn, Britten u.a.

(Kleiner Saal)

Andreas Scholl (Countertenor)

Tamar Halperin (Klavier)

Zugegeben - da muß ich mich noch mehr hineinhören. Meine Frau liebt den Gesang von Scholl. Wie wohl der Kleine Saal klingt?

12.06.2017

18 Uhr

DI 30.01.2018

 

Schostakowitsch

Klaviertrio Nr. 2

Tschaikowsky

Klaviertrio a-Moll

 

Martha Argerich (Klavier)

Mischa Maisky (Violoncello)

Janine Jansen (Violine)

Die "Grand Dame" am Klavier spielt in diesem exquisiten Trio Musik der wichtigsten russischen Komponisten. "Der Lärm der Zeit" von Julian Barnes stimmt Sie auf Schostakowitsch ein.

12.06.2018

10 Uhr

SA 24.03.2018

Johannes Brahms

Konzert für Violine, Violoncello u. Orchester

Peter Tschaikowsky

"Manfred"-Symphonie

Bayer. Staatsorchester

Kirill Petrenko (Dirigent)

Julia Fischer (Violine)

Daniel Müller-Schott

(Violoncello)

Petrenko gilt als "Vielarbeiter" mit allerhöchsten Ansprüchen an seine Musiker. Er hat den Gipfel erklommen und übernimmt ab 2019 die Berliner Philharmoniker.

12.06.2018

18 Uhr

Elphilharmonie - Programm | was kosten die tickets?

Die Preisgestaltung für die Tickets bewegt sich im Rahmen vergleichbarer Konzerthäuser, wobei ein gewisser "Aufschlag" für das Konzerthaus Elbphilharmonie eingepreist wird. Ein paar Beispiele für Sie:

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass sich die Elbphilharmonie noch ein internationales Renomée bei den Gastorchestern und Solokünstlern erarbeiten muß. Die Agenten scheinen zu wissen: Noch benötigt die Elbphilharmonie die Stars mehr, als die Stars einen Auftritt in der Elbphilharmonie benötigen.

elbphilharmonie - programm: das passende konzert buchen

Während der erfahrene Konzertgänger über diese Hinweise vermutlich locker hinwegliest, sind sie für andere Musikinteressierte angesichts des voluminösen Programms für die Konzertsaison 2017/18 in der Elbphilharmonie vielleicht an der einen oder anderen Stelle nützlich:

  • Nur Mut bei der Konzertauswahl: Es gibt soviel mehr Schönes und Spannendes als die immer gleichen "Gassenhauer" - wobei natürlich Mozart, Beethoven & Co. mit Recht seit über 200 (!) Jahren populär sind. Schauen Sie mal in die Nischen und auch ins moderne Repertoire. Vor kurzem hörte ich im großen Sendesaal des NDR in Hannover (guter Konzertsaal) Igor Levit am Klavier mit Rzewski´s "The People United will never be defeated" - der Titel klingt sperrig, aber was für ein Rhythmus! Apropos Rhythmus, der Schlagwerker Martin Grubinger performt spektakuläre Konzerte und moderiert im Wechsel mit der Cellistin Sol Gabetta mit "Klick-Klack" eine erfrischende Musiksendung im Bayerischen Fernsehen (auch in der Mediathek). Viele Streaming-Dienste und Videoplattformen ermöglichen auch für klassische Musik ein Reinhören.
  • Endlich ist der Vorverkauf im Internet freigeschaltet und dann können Sie es in der Eile bei der Ticketauswahl schon einmal übersehen: Längst nicht alle Konzerte finden in der Elbphilharmonie statt; wer also ein Konzert mit dem Besuch des Großen Saales verbinden möchte, sollte hierauf achten.
    Bei der Sitzauswahl sollte Ihnen - im Gegensatz zu mir! - kein Fehler unterlaufen. Eine ausführliche Beschreibung der unterschiedlichen Sitzplatzqualitäten zeigt Ihnen, auf welchen Plätzen Sie in der Elbphilharmonie am besten hören und welche Plätze Sie unbedingt meiden sollten.
  • Achten Sie bei den internationalen Gastorchestern darauf, ob das angebotene Konzert fester Bestandteil des Tournee-Programmes ist. Falls nicht, könnte die Konzertqualität leiden, da unterwegs oftmals nur wenig Probenzeit zur Verfügung steht.
  • Weiterhin lohnt ein Blick auf den Dirigenten bei den Gastorchestern. Einige Weltklasse-Klangkörper rufen nur unter dem "richtigen" Maestro ihre Bestleistung ab. So flüsterten Wiener Abonnenten im Musikverein, dass die Wiener Philharmoniker "ihren" Zubin Mehta lieben. Die grandios gespielte "Auferstehungssymphonie" von Gustav Mahler bestätigte diese Einschätzung vollends, während mich die Wiener Philharmoniker mit der "Titan"-Symphonie von Mahler in der Elbphilharmonie nicht in gleicher Weise begeisterten.
    Auch der Sächsischen Staatskapelle Dresden sagt man nach, dass sie erst mit Christian Thielemann am Pult "auf Weltniveau" aufspielt.
  • Ganz besonders sollten Sie die lokalen Hamburger Orchester für Elbphilharmonie - Tickets in Betracht ziehen. Derzeit bekommt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg mit Kent Nagano allerbeste Kritiken, das Residenzorchester NDR - Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock hat die meiste Probenzeit in der "Elphi" und dürfte mit der nicht einfachen Akustik im Großen Saal am besten vertraut sein und auch die Hamburger Symphoniker sollten nicht außer Acht gelassen werden.
  • Zudem beobachte ich oft, dass das Publikum bei den Konzertreihen und Abonnentenkonzerten fachkundiger ist und die "Kleiderordnung" legerer handhabt als das gelegentlich Event-orientierte Publikum bei den Gastauftritten der Superstars.
  • Machen Sie sich rechtzeitig vertraut mit den zahlreichen Ermäßigungen auf Karten - insbesondere für junge Leute gibt es große Rabatte! Da gibt es mehr Möglichkeiten, als man zunächst glauben mag.
    Registrieren Sie sich am besten vor dem Vorverkaufsstart auf der Webseite der Elbphilharmonie und ggf. auch für das Philharmonische Staatsorchester sowie Eventim, da man auch auf deren Webseiten im Buchungsverfahren weitergeleitet wird. Mit Öffnung des Buchungsportals steht zumeist nur wenig Zeit zur Verfügung, um die gewünschten Tickets zu ordern.

Wo wollen Sie sitzen und wo hört man wirklich gut? Schauen Sie mal in diese beiden Berichte hinein.


Dieser Bericht entstand nach zwei Konzertbesuchen im Januar / Februar 2017:

  • Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Semyon Bychkov und Johan Reuter, Bassbariton, mit "Vier Präludien und Ernste Gesänge" von Johannes Brahms, die von Detlev Glanert in eine Orchesterversion transformiert wurden und Symphonie Nr. 1 ("Titan") von Gustav Mahler
  • 6. Philharmonisches Konzert mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano und Christian Schmitt (Orgel) mit Johann Sebastian Bach "Fantasie und Fuge g-Moll BMV 542" und Olivier Messiaen "Offrande et Alléuia final aus "Livre du Saint Sacrement""

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